
veröffentlicht in der Schwäbischen Post am 20.07.2025
100 Jahre erfolgreiche Vereinsarbeit: SV Ebnat feiert großes Jubiläum

Die Jüngsten sind die ersten, die in das Festzelt einlaufen: Die Tanzgruppe „Mini Dancers“. © Linda Feichtenbeiner
Drei Tage stand Ebnat im Zeichen des Sports und der Gemeinschaft: Der Sportverein feierte 100-jähriges Bestehen.
Aalen-Ebnat. Ein ganzes Jahrhundert Vereinsgeschichte – das musste gebührend gefeiert werden. Mit einem bunten Programm für Groß und Klein zelebrierte der Sportverein Ebnat drei Tage lang sein großes Jubiläum.
Los ging’s am Freitagabend im Festzelt, hier stimmte die Partyband Albfetza die zahlreichen Besucher auf das Wochenende ein. Zu Schlager-, Rock- und Popsongs wurde bis in die späten Abendstunden gemeinsam angestoßen, Arm in Arm geschunkelt und ausgelassen auf den Bierbänken getanzt.

Die Albfetza stimmen auf das Festwochenende ein. © Linda Feichtenbeiner
Der Samstag stand dagegen ganz im Zeichen des Sports. Bei der Olympiade für Jung und Alt konnten die Teilnehmer sieben Disziplinen aus unterschiedlichen Abteilungen des Vereins ausprobieren. Sie studierten etwa eine Tanz-Choreografie ein, testeten auf dem Schwebebalken ihre Balance und stellten ihr Geschick im Tischtennis unter Beweis. Großen Anklang fand auch das Fußball-Dart – hier war Treffsicherheit gefragt.
Mit einem Klett-Fußball schossen die Vereins-Olympioniken auf eine große Dartscheibe und versuchten, die besten Punkte zu erzielen. Nachmittags wurden die aktiven Herren beim Fußballspiel gegen den Sportverein Elchingen angefeuert, bevor es Rock- und Metalfans abends zur Rocknight wieder in das Festzelt zog.
Beeindruckende Vereinsarbeit
Der Sonntagvormittag startete zunächst mit einem ökumenischen Gottesdienst und dem traditionellen Frühschoppen, ab 13.30 Uhr begann dann der offizielle Festakt. Das Zelt war voll besetzt – neben der großen Dorfgemeinde war auch eine Delegation aus dem Schweizer Partnerort Ebnat-Kappel auf das Härtsfeld gereist, um das Festwochenende mitzuerleben.
Von Rock bis Gottesdienst: So feierte Ebnat sein Jubiläum
Auch Landrat Dr. Joachim Bläse, Ortsvorsteher Uwe Grieser und Erster Bürgermeister der Stadt Aalen Wolfgang Steidle waren der Einladung gefolgt und gratulierten dem Sportverein zum Jubiläum. Sie lobten die beeindruckende Vereinsarbeit – der SV Ebnat zählt mehr als 1200 Mitglieder, davon 365 Kinder und Jugendliche – und das große Engagement der Vorstandschaft und aller Ehrenamtlichen. Zahlreiche Mitglieder hatten das Fest in den letzten Monaten akribisch vorbereitet und waren nun das ganze Wochenende über beim Auf- und Abbau, bei der Bewirtung und bei sämtlichen Programmpunkten im Einsatz.
Großes Angebot für Mitglieder jeden Alters
Höhepunkt des Festakts war der feierliche Einzug aller Abteilungen. Dabei wurde das breite Angebot deutlich, das der Verein für jede Altersklasse bietet: Von den Kinder- und Gardetanzgruppen über den aktiven Frauen- und Männerfußball sowie der erfolgreichen Tischtennisabteilung bis hin zu den Gymnastikgruppen, die sich wöchentlich treffen, um im Alltag fit zu bleiben. Das Publikum applaudierte jeder Abteilung zu und genoss die kreativen Choreografien der Tanzgruppen.
Zum musikalischen Ausklang spielte am Sonntagabend die Rieser Trachtenkapelle Unterschneidheim auf. In entspannter Atmosphäre ließen Gäste und Mitglieder das Festwochenende Revue passieren – stolz auf das Geleistete und voller Vorfreude auf das, was kommt. Wie Landrat Dr. Bläse es treffend formulierte: „Ich wünsche euch viel Erfolg für eure nächsten 100 Jahre.“
Von Maiden bis Metallica: Rocknight bringt Ebnat zum Beben

Highlight des Auftritts: Der Besuch von Eddie, dem Maskottchen von Iron Maiden. © Linda Feichtenbeiner
Bei der Rocknight in Ebnat kamen Metal-Fans auf ihre Kosten. Sieben Stunden sorgten vier Bands für Festivalstimmung.
Aalen-Ebnat. Wer am Samstagmittag am Festzelt an der Jurahalle vorbeiging, bekam bereits einen Vorgeschmack darauf, was die Besucher hier am Abend erwartete: Laute Schlagzeug-Beats, schnelle Gitarrenriffs und rockiger Gesang drangen nach draußen.
Mit dem Soundcheck bereiteten sich die vier Bands, die für die Rocknight nach Ebnat gereist waren, auf ihre Auftritte vor. Konzentriert tüftelten Musiker und Techniker an den perfekten Sounds und der optimalen Klangfarbe ihrer Instrumente, bevor die Rocknight pünktlich um 16.15 Uhr ihre Tore öffnete.
Sofort strömten die ersten Besucher in das Zelt – während es sich einige zunächst an den Biertischen gemütlich machten, die am Rand aufgebaut waren, ging es für eingefleischte Metal-Fans direkt vorne an die „Barrier“ – die Absperrung vor der Bühne, bei der man den Bands so nah wie möglich kommt.

Das Publikum jubelt den Bands zu und feiert ausgelassen. © Linda Feichtenbeiner
Gelungener Auftakt mit Black Abyss
Hier warteten sie gespannt auf die erste Band des Abends: Als die Musiker von Black Abyss die Bühne betraten, wurden sie mit lautem Jubel empfangen. Die Musiker aus Schwäbisch-Gmünd heizten dem Zelt ordentlich ein. Seit 25 Jahren rocken Black Abyss die Metal-Szene – und kamen auch in Ebnat gut an. „Ich kannte sie bisher noch gar nicht, aber die sind echt super. Perfekt für den Beginn von so einem Festival“, so das Fazit eines Besuchers.
Herausfordernde Umbaupausen gemeistert
Nach rund einer Stunde, in der sich das Zelt immer weiter füllte, beendete Black Abyss ihren Auftritt. Jetzt galt es, die Umbaupausen so kurz wie möglich zu halten – das hatte beim Organisationsteam vorab für Kopfzerbrechen gesorgt: „Jede Band hat andere Ansprüche auf der Bühne“, erklärte Organisator Simon Krämer im Vorfeld. „Außerdem haben wir gleich drei Schlagzeuge, die auf- und abgebaut werden müssen.“
Doch mit den vereinten Kräften gelang es, die Pausen auf rund 20 Minuten zu reduzieren. Das Publikum nutzte die Zeit, um sich mit neuen Getränken einzudecken, bevor es wieder zurück vor die Bühne ging.
Iron Maiden Coverband bringt Maskottchen mit
Hier feierten die Fans nun die Musiker von Children of the Damned. Die Band aus Italien spielte Hits der Metal-Ikonen Iron Maiden, etwa „Fear of the Dark“ und „Two Minutes to Midnight“. Highlight des Konzerts war der Besuch von Iron Maidens Maskottchen Eddie: Dabei handelt es sich um eine zombiehafte Gestalt, die jedes Album der Band begleitet und für Rebellion, Kampfgeist und Freiheit steht. Unter den Jubelrufen des Publikums stürmte Eddie auf die Bühne und spielte Luftgitarre auf seiner Sense.

Black Abyss aus Schwäbisch-Gmünd machen den Auftakt und heizen dem Publikum ein. © Linda Feichtenbeiner
Scream Inc als musikalischer Höhepunkt
Mit der dritten Band des Abends, Scream Inc, fand die Rocknight ihren musikalischen Höhepunkt. Die Musiker aus Polen coverten die Lieder von Metallica, der wohl erfolgreichsten Metal-Band weltweit, und begeisterten dabei mit Stimmgewalt und Geschick an den Instrumenten. Die Besucher sangen inbrünstig mit, reckten ihre Arme in die Luft und formten mit ihren Händen das Metal-Symbol, die „Pommesgabel“.
Als draußen die Dunkelheit hereinbrach, wurde es im Zelt mit Weissglut Zeit für den Abschluss des Abends. Die Rammstein-Coverband spielt nicht nur die Lieder der deutschen Rocker, sondern stellt auch deren Bühnenperformance nach.
Funkenregen im Festzelt
Rammstein sind bekannt für spektakuläre Pyrotechnik bei ihren Live-Konzerten – das setzten Weissglut im Kleinen ebenfalls um. So wurde das Festzelt von Flammensäulen und Funkenregen erleuchtet, die zum Rhythmus der Musik gezündet wurden. Um ein Uhr entließen die Musiker das vom Feiern erschöpfte, aber glückliche Publikum in die Nacht.
„Wir sind mehr als zufrieden“, lautet das Fazit der Organisatoren. „Tolle Bands, ein super Publikum und die besten Helfer haben es geschafft, dass alle die Rocknight genießen und zusammen die Leidenschaft für Metal feiern konnten.“