
veröffentlicht in den Aalener Nachrichten am 14.05.2026, Bericht von Thomas Ringhofer
Bitter! Ebnat/Waldhausen scheitert vom Punkt
Nach 90 torlosen Minuten kürt sich Ruppertshofen mit 3:2 im Elfmeterschießen zum Sieger. Der Sieg wurde dem kürzlich verstorbenen Torwarttrainer Dieter Stegmaier gewidmet.
Geschlagen: Die SGM Ebnat/Waldhausen hatte die Hände am Pokal. Am Ende feiert aber der TSV aus Ruppertshofen.
„Der Fußballgott war heute nicht gerecht!“ Damit hat Dieter Weiland, Trainer der SGM Ebnat/Waldhausen, das Finale auf den Punkt gebracht. Sein Team hatte einen Lattentreffer und einen vergebenen Strafstoß zu verzeichnen und eine Vielzahl an guten Chancen während der regulären Spielzeit. Doch am Ende sicherte Karolin Hessenthaler mit ihren gehaltenen Elfmetern dem TSV Ruppertshofen den Pokalsieg und die Teilnahme im WFV-Pokal.
Viertes Finale für die SGM
Die SGM Ebnat/Waldhausen stand seit 2023 zum vierten Mal im Pokalfinale, das sie 2023 gleich gewonnen hatte. Klarer Favorit am Vatertag war jedoch Ruppertshofen als vorzeitiger Meister der Regionenliga und Landesliga-Aufsteiger. Die SGM kämpft dagegen noch um den Klassenerhalt in der Regionenliga, wovon über 90 Minuten nichts zu spüren war. In der achten Minute senkte sich ein SGM-Weitschuss über Karolin Hessenthaler an den Querbalken, Sekunden später war die TSV-Keeperin gegen Felicia Drabek in höchster Not zur Stelle.
Die erste gute Möglichkeit für Ruppertshofen hatte Sabrina Winter, deren Schuss aber in den Armen von Alina Stürmer im SGM-Tor landete (18. Minute). Der TSV wurde langsam stärker, machte über die linke Seite mit Nadine Hessenthaler viel Druck, während Ebnat/Waldhausen auf Konterchancen lauerte. Echte Möglichkeiten gab es bis zur Pause allerdings nicht. Dafür Sekunden nach Wiederanpfiff. Annika Schneider lief alleine aufs TSV-Tor zu, schob den Ball an Hessenthaler vorbei, aber auch um Zentimeter am nun leeren Kasten. Fünf Minuten darauf vergab Luna Pipitone das 1:0 für Ebnat/Waldhausen, als sie die Kugel nicht richtig traf. Nach Chancen war Ebnat/Waldhausen jetzt klar im Plus – auch nachdem Lea Seibold sich auf links durchgesetzt, den Ball jedoch am langen Pfosten vorbeigesetzt hatte (56.). Erst nach einer guten Stunde gab es für Ruppertshofen, das klare Aktionen nach vorn vermissen ließ, eine Möglichkeit: Melina Dirrheimer aber schoss einen Freistoß aus 20 Metern über das Gehäuse (61.).
Seibold scheitert vom Punkt
Das Finale verlor mehr und mehr an Qualität. Zweikämpfe und Unterbrechungen häuften sich – wie in Minute 72: Annika Schneider lief alleine aufs Tor zu und wurde von Keeperin Hessenthaler von den Beinen geholt. Klarer Elfer. Aber die TSV-Schlussfrau bügelte ihren Fauxpas aus, parierte den Versuch vom Punkt von Seibold. Die SGM war nicht geschockt und verordnete der Defensive von Ruppertshofen Schwerstarbeit. Längst hätte Ebnat/Waldhausen die Führung verdient gehabt. Hatte dann großes Glück, als Nathalie Baumann wenige Meter vor dem Tor das Leder nicht im Netz unterbrachte (80.). Ein Treffer wollte in der regulären Spielzeit nicht fallen. Am Ende fiel die Entscheidung und damit gegen die SGM.







