veröffentlicht am Donnerstag, 14.05.2026 in der Schwäbischen Post, Bericht von Jürgen Eschenhorn
Die Entscheidung fällt erst vom Punkt: Ruppertshofen holt den Bezirkspokal

Der TSV Ruppertshofen hat das Bezirkspokal-Finale gegen die SGM Ebnat/Waldhausen im Elfmeterschießen gewonnen. © Oliver Giers
Der TSV Ruppertshofen gewinnt das dramatische Bezirkspokal-Finale gegen die SGM Ebnat/Waldhausen mit 3:2 nach Elfmeterschießen. Nach der regulären Spielzeit steht es 0:0.
Westhausen-Lippach. Mit 3:2 im Elfmeterschießen hat der TSV Ruppertshofen durchaus glücklich den Bezirkspokal bei den Frauen gewonnen. Denn Gegner SGM Ebnat/Waldhausen hatte in der regulären Spielzeit mehr Torchancen und dazu einen Elfmeter verschossen.
Während die SGM auch im Elfmeterschießen zunächst nach einem ersten Fehlschuss des TSV vorlegte, trafen dann bei dem drei Schützinnen, während bei den Härtsfelderinnen drei verschossen. Folgten Jubel beim Ersten der Regionenliga und Tränen beim unterlegenen Klassenkonkurrenten.
Ein nervöser Start
Das Spiel zwischen dem vorzeitigen Meister und designierten Aufsteiger der Regionenliga Ruppertshofen und der SGM, die in der Liga auf dem Relegationsplatz neun liegt, begann zunächst unstrukturiert und nervös von beiden. Die SGM versuchte es mit langen Bällen in die Spitze, die der TSV aber meist gut verteidigte. In der 10. Minute dann traf Lea Seibold für die SGM mit einem hohen Weitschuss aus fast 30 Metern die Latte, wie der Underdog es immer wieder mit hohen Schüssen gegen die kleingewachsene Torhüterin des TSV versuchte. Bereits 2 Minuten folgte ein weiterer Weitschuss der SGM, der drüber ging. In der 18. Minute tauchte Ruppertshofen mit einem Konter vor dem Tor auf, wurde aber noch geblockt. Bis zur Pause blieb das weitgehend faire Spiel meist ausgeglichen.

Kreisrätin Julia Landgraf-Schmid (links) ehrt die Spielerinnen der SGM Waldhausen/Ebnat nach dem Bezirkspokalfinale der Frauen. © Oliver Giers
Einige Möglichkeiten
In Hälfte zwei dann in den ersten drei Minuten gleich drei gute bis dicke Chancen der Spielgemeinschaft, doch entweder hielt Torhüterin Hessenthaler oder der Ball ging am Tor vorbei. Das Spiel wurde dann besser und intensiver, verflachte aber dann ab der 65. Minute wieder. Weitere Chancen der SGM folgten, während Ruppertshofen keine Gelegenheit herausspielen konnte. In der 73. Minute dann ein schneller Angriff der SGM, Schneider ging aufs Tor zu und wurde von der TSV-Torhüterin gelegt. Doch Seibold schoss zu ungenau und halbhoch, sodass Hessenthaler halten konnte.
Danach wurde zunächst der TSV noch einmal stärker und hatte zwei Torchancen, doch es blieb beim 0:0 bis zum Ende.
„Wir hatten mehr Chancen und haben ein gutes Spiel gemacht, doch so ist Fußball“, sagte SGM-Trainer Dieter Weiland nach der Partie, während seine Spielerinnen Tränen vergossen. Jannik Hopfensitz bilanzierte: „Wir waren spielerisch gut, hatten vorn aber nicht genug Konsequenz. Und beim Elfmeterschießen dann das nötige Glück.“

Den entscheidenden Elfmeter von Waldhausen/Ebnat hat Karolin Hessenthaler gehalten. © Oliver Giers








