SV Ebnat begeistert mit Komödie: Modeschöpfer, Skandale und Männer als Models
veröffentlicht in der Schwäbischen Post am 17.01.2026, 10:00 Uhr

Große Gaudi: Die Jurahalle bebte bei der Komödie der Theatergruppe des SV Ebnat. © SVE
Ein Modegeschäft, ein berühmter Designer und Männer in Frauenkleidern: In Ebnat eskaliert die Modenschau – großes Theater in der Jurahalle.
Aalen-Ebnat. An drei Tagen fanden die Abendvorstellungen der Theatergruppe des SV Ebnat statt, aufgeführt wurde eine Komödie in drei Akten mit dem Titel „Ein Traum von Mode“ von Michael Maria Reichert-Kühner, die auch mit Ihrer Theatergruppe persönlich anwesend war.
Auch wenn Erika (Roswitha Weber) schon mitten in der zweiten Lebenshälfte steckt, hat sie sich einen langersehnten Traum erfüllt, ein eigenes kleines Modegeschäft mitten im Dorf, im beschaulichen Ebnat zu eröffnen. Sehr zum Leidwesen ihres Mannes Herbert (Fritz Arnold), der vor Kurzem in den wohl verdienten Vorruhestand gegangen ist.
Beim Traum mit anpacken
Doch nun muss er beim „Traum“ seiner Frau Erika mit anpacken. Kisten schleppen, Buchführung machen, alles, was der Jungunternehmerin einfällt und ihm im entsprechenden Ton Anweisungen gibt, sehr zum Leidwesen von Herbert, der viel lieber mit Paul (Werner Eberle) und seinem Kumpel Franz, dem Metzger (Rudi Mayer) jeden Mittwoch ein „kleines Bier“ trinken will.
Prominente Gäste bei der Einweihung
Eine große Modenschau, der Höhepunkt der Einweihungsfeier, gerät aus den Fugen. Tochter Uschi, Friseurin (Katrin Hermann), kümmert sich um Make-up und Frisuren. Hanni, die einfältige Schneiderin (Birgit Breitweg) steht ebenso mit Rat und Tat zur Seite, wie die stets „modisch“ gekleidete und naseweise Waltraud (Iris Reiger). Metzger Franz, „der Franz der kann’s“ sorgt für das Catering „mit Schlachtplatte und allem Pipapo“. Ilse, die Postbotin (Moni Pehl) vom Ort, die das Briefgeheimnis nicht so ernst nimmt und ihr schüchterner Neffe Thommy, der Schreiner (Jochen Weber), der nur Augen auf die Uschi hat und ihr Gatte Paul, der Ortsvorsteher „unterstützen“ Erika bei den Vorbereitungen zur Einweihungsfeier.
Ein drohendes Desaster
Diese droht jedoch zum Desaster zu werden: Alle wollen sich mit Reden und Gesangseinlagen (Moni Pehl brillierte mit dem live gesungenen Lied „Im schönsten Wiesengrunde“) oder sportlichen Aktivitäten in die Eröffnungsfeier einbringen, was natürlich von Erika strikt abgelehnt wurde.
Letztendlich fand die Modenschau mit den „Top-Models“ Herbert, Paul, Franz und Thommy statt. Die Jurahalle bebte, denn die männlichen Models in Frauenkleidern erhielten vom Publikum frenetische Beifallsstürme. Uschi trat dann noch mit einem Brautkleid auf den Laufsteg, denn alle wurden Paris eingeladen, wo dann Uschi und Thommy ihre Flitterwochen verbringen, alles auf Kosten von Herbert.
Es war eine Vorstellung, in der jeder Akteur in seiner Rolle glänzte, die Vorstellung wurde ständig von Beifall unterbrochen und die Zuschauer kamen alle auf ihre Kosten, denn auch die Lachmuskeln wurden aufs Äußerste strapaziert.
Die Regie hatten Roswitha Weber und Birgit Breitweg, die mit diesem Dreiakter einen Volltreffer landeten. Roswitha Weber und Fritz Arnold konnten am Rande noch ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum feiern.
Das komplette Theaterstück wurde von Regio TV aufgezeichnet und wird über Ostern auch auf diesem Sender in voller Länge ausgestrahlt.








