U17-Blitzturnier beim SV Ebnat: Jugendfußball vom Feinsten

Trotz Regen verfolgten rund 250 Zuschauer das Blitzturnier des SV Ebnat. Unter anderem spielte die U17 des VfR Aalen (weiß) gegen die Bundesliga-Junioren des VfB Stuttgart. (Foto: Thomas Siedler)

Bei der Veranstaltung gab es faire und spannende Spiele zu sehen. Die A-Junioren Kocher Härtsfeld zogen sich achtbar aus der Affäre, die Eintracht Frankfurt überzeugte auf ganzer Linie.

Aalen-Ebnat – Samstagmorgen in Ebnat: Rund drei Stunden Starkregen hatten den Fußballplatz aufgeweicht. Dennoch ließen es sich etwa 250 Zuschauer nicht nehmen, dem Blitzturnier beim SV Ebnat beizuwohnen. „Schade, dass es so geschüttet hat, sonst wären sicherlich noch mehr Leute gekommen. Alles in allem waren wir trotzdem sehr zufrieden“, resümiert Dietmar Förstner, der beim SV Ebnat für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Vor allem die Eintracht Frankfurt habe auf ganzer Linie überzeugt. Von den Junioren des VfB Stuttgart, die wie Frankfurt in der U17-Bundesliga spielen, hingegen seien die Zuschauer eher enttäuscht gewesen. „Unsere A-Jugend, Team Kocher Härtsfeld, hat sich achtbar aus der Affäre gezogen“, so Förstner weiter. So habe die Mannschaft der U19-Leistungsstaffel der SGM Ebnat/Waldhausen gegen das Team der U17-Verbandsstaffel des VfR Aalen 3:1 und gegen Frankfurt 4:1 verloren.

Gleich zu Beginn gab es die wohl spannendste Partie des Tages zu sehen: Frankfurt gegen Stuttgart. „Die beiden Teams treffen ja auch in der Bundesliga aufeinander“, erklärt Förstner, „aber da hat Frankfurt eindeutig dominiert. Der 3:0-Sieg spricht für sich, er war aber auch wirklich verdient.“ Alle Tore seien innerhalb von 20 Minuten gefallen, weil zwei richtig gute Spieler die Abwehr der Stuttgarter aufgemischt hätten. „Der VfB hat zwar ansehnlichen Fußball, aber ohne Durchschlagskraft gespielt.“ Es folgten die Spiele VfB Stuttgart gegen VfR Aalen, das mit einem 2:1 endete, und VfR Aalen gegen Eintracht Frankfurt, das 0:7 zu Ende ging. Zuletzt absolvierten die Ebnater ihre beiden Spiele.

Förstner ist von den „Kabinettstückchen“ begeistert, die die Zuschauer gezeigt bekamen, ebenso von Taktik und Spielzügen: „Das war teilweise schon eine Augenweide, was die jungen Spieler da gezeigt haben. Wirklich bemerkenswert, was die schon am Ball können.“ Für ihn war es ein durch und durch gelungenes Turnier, was er auch an der positiven Rückmeldung festmachte: „Frankfurt war voll des Lobes, die wollen auch gerne wiederkommen, wenn wir sowas nochmal machen.“ Er betont, dass sich ausnahmslos alle Anwesenden hervorragend an die Corona-Regeln hielten und der Spaß am Fußballspielen für alle im Vordergrund stand.

Auch Jürgen Erhardt, der neue Jugend-Sportleiter beim VfR Aalen, ist von der Veranstaltung des SV Ebnat angetan: „Alles war top organisiert.“ Die A-Jugend der Gastgeber habe sich mehr als wacker geschlagen und auch mit der Leistung seiner U17 ist er zufrieden: „Hätten wir gegen den VfB kurz vor Schluss nicht den Elfer verschossen, hätten wir 2:2 gespielt. Gegen Frankfurt waren wir chancenlos und gegen Ebnat war es ein ganz ,normales’ Ergebnis.“ Der VfR möchte laut Erhardt solche Blitzturniere „oder besser Leistungsvergleiche“ nun öfter veranstalten: „Wir wollen uns den umliegenden Vereinen zeigen und öffnen.“

Bericht von Elena Kretschmer, Redakteurin AA Nachrichten