Der raue Härtsfeldwind hat viel bewegt

Sportstätten Stadt Aalen übergibt den neuen Kunstrasenplatz in Ebnat offiziell.

HERIBERT ANDRES

Der „offizielle“ Anstoß“ kam jetzt durch den OB: Am Samstag übergab Thilo Rentschler den Kunstrasenplatz in Ebnat an die Macher und Bauherrn vom rührigen Sportverein. (v.l. Dietmar Förstner, Vorstand Öffentlichkeitsarbeit, Aalen Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann, Eberhard Amerein Vorstand Finanzen, Ob Thilo Rentschler, Lothar Weber, Vorstandsvorsitzender, Gaby Vetter, Vorstand Breitensport, Jens-Peter Schuller vom Bezirk Ostwürttemberg und Ortsvorsteher Manfred Traub.

Aalen-Ebnat. Samstagnachmittag bei herrlichem Wetter in Ebnat. Grade hat OB Thilo Rentschler dem SV Ebnat zusammen mit vier Bällen und einem Scheck über 8375 Euro den neuen Kunstrasenplatz „offiziell“ übergeben. Es ist also wahr geworden und „was lange währt wird endlich gut“, begrüßte Lothar Weber, der Vorstandsvorsitzende des SV Ebnat die Ehrengäste aus Kommunalpolitik, Sportverband und Verein.

Es folgte ein kurzer Rückblick: Schon ab 2014 gab es „unfangreiche Erörterungen in Sachen Standortfindung“ zwischen Stadt, Ortschaftsrat und Verein zählte der Vorstand auf. 2018 konnte eine Einigung erzielt werden. Am 29. August 2019 erfolgte dann der Spatenstich. Noch ein paar Fakten: Bauherr des 700 000-Euro-Projektes ist der SV Ebnat selbst. Von der Stadt Aalen kommen einmal 20 Prozent als Zuschuss und dazu noch einmal 20 Prozent „als außergewöhnlicher Zuschuss für diese ganze städtebauliche Implikation“, wie es der OB benennt. In Euro ausgedrückt macht das 365 000 aus dem Stadtsäckel. Dazu der angesprochene Scheck „wegen erhöhter Aufwendungen für verschiedenen Abfuhren“. Nicht zu vergessen: 80 000 Euro gibt’s noch als Zuschuss vom Württembergischen Landessportbund. Bleibt immer noch eine runde Viertelmillion für den Verein. Soviel zu den blanken Zahlen.

„Der Erfolgsfaktor war, dass wir in vielen, vielen Runden alle Akteure eingebunden haben“, blickte der OB auf die nach seinen Worten „intensive Vorgeschichte mit manchen Irrungen und Wirrungen“ zurück und nannte die Realisation des Kunstrasenplatzes „ein ambitioniertes und sicher nicht ganz alltägliches Projekt zwischen Stadt, Ortschaftsrat und Sportverein“.

Die Aufzählung der immensen Vorteile eines Kunstrasenplatzes bei Wind und Wetter für Trainings- und Spielbetrieb schloss der OB dann mit den Worten: „Manchmal ist der Wind ja durchaus rau auf dem Härtsfeld.“ Ein Schelm, wer etwa Zweideutigkeit dahinter vermutete. Doch Schnee von gestern. Jetzt glänzt der neue Platz Sattgrün in der Härtsfeldsonne und macht die vielen jungen und alten Kicker des 1300-Mitglieder-Vereins jetzt auch offiziell glücklich.

© Schwäbische Post 06.09.2020 10:55