Der Traum des SV Ebnat ist erfüllt

Vereine Der neue Kunstrasenplatz erweitert die Möglichkeiten für den Sportbetrieb und vor allem die Jugendarbeit immens.

HERIBERT ANDRES

„Unser Traum für bessere Trainings- und Spielmöglichkeiten vor allem auch für den Jugendbereich hat sich erfüllt.“ Dafür haben die vier Vorstände des SV Ebnat (v.l.) Lothar Weber, Eberhard Amerein, Dietmar Förstner und Gabi Vetter konsequent als Team an einem Strang gezogen.

Aalen-Ebnat

Die Realisierung hat zwar viel Zeit, Geduld und Energie gekostet und auch manchen Ärger bereitet. Aber wir sind stolz, dass wir den Platz jetzt haben. Das ist die große Belohnung für den Aufwand. Alles ist so geworden, wie wir uns das vorgestellt haben“, fassen die vier Vorstände Lothar Weber, Eberhard Amarein, Dietmar Förstner und Gabi Vetter die Fertigstellung des nach eigenen Worten „Jahrhunderprojektes für den SV Ebnat“ zusammen. Außergewöhnlich: Bauherr ist der Verein selbst.

Genau 695 000 Euro betragen die Gesamtkosten. Zuschüsse gibt es von der Stadt und dem WLSB. Rund 300 000 Euro stemmt der SV. „Damit sind wir exakt im veranschlagten Rahmen geblieben“, bestätigt Finanzvorstand Eberhard Amerein. „Wir haben im Vorstandsteam alle an einem Strang gezogen. Das hat hervorragend geklappt“, ergänzt Dietmar Förstner, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. „Jetzt fehlt nur noch der Spielbetrieb“, kommentieren die Vorstände dann die aktuelle Situation die keiner vorhersehen konnte.

Spender, Sponsoren und Helfer

„Architekt Hubert Knoblauch war ein ganz versierter Bauleiter an unserer Seite. Vielen Dank“, ist den Vorständen in Zusammenhang mit der „perfekte Realisierung“ noch ganz besonders wichtig und natürlich geht auch ein ganz großes „Dankeschön“ an alle Spender, Sponsoren und Helfer.

Kälte, Sturm und Corona

„Jetzt fehlt nur noch der Spielbetrieb“

die Vorstände des SV Ebnat


Kleiner Nebensatz: Mitte November mussten die Bauarbeiten wegen des Kälteeinbruchs eingestellt werden. Verkleben war bei Minusgraden nicht möglich. Außerdem habe dann der Sturm die Bahnen ein bisschen verweht. Das war aber alles kein Problem. Ab März ging es dann zwar mit den Arbeiten weiter. Fast zeitgleich am 13. März gab es im Verein allerdings den kompletten Corona-Shutdown.

Seit ein paar Tagen dürfen jetzt wieder die Damen- und Herrenmannschaft trainieren. Mit fünf Personen auf 1000 Quadratmetern. „Richtig Klasse“, sind die Sportler nach einem ersten Kontakt mit dem Superrasen begeistert. Das dürfte wohl jedem so gehen, der einmal mit dem Ball am Fuß über den Rasen gelaufen ist.

Wie geht es jetzt weiter? Die Nutzung des Kunstrasenplatzes wird wetterabhängig sein. Priorität für die Ausrichtung der Pflichtspiele soll der ebenfalls wunderschöne Rasenplatz haben.

Noch ein Vorteil des Kunstrasenplatzes sind allerdings die fertig ausgemessenen und aufgebrachten Markierungen für alle Jugendspielfelder. Eine sehr große Vereinfachung in der Vorbereitung des Spielbetriebs, meinen die Sportler.

„Wichtigster Aspekt des Kunstrasensplatzes ist für uns die Sicherstellung des Trainingsbetriebs für die Vereinsjugend, vor allem auch die Spielgemeinschaften mit dem befreundeten SV Waldhausen und auch die Nutzung für den Schulsport“, ergänzt Förstner die jetzt sehr guten, wetterunabhängigen Möglichkeiten des SV Ebnat. Schade nur, dass die Eröffnungsfeier wohl auf 2021 verlegt werden muss.

© Schwäbische Post 28.05.2020 13:00